Vorteile der Direktbank

Das Internet ermöglicht den Direktbanken, überregional zu agieren. Auf diese Art und Weise gelingt es, eine breitere Masse an potenziellen Kunden anzusprechen als den Filialbanken. Darüber hinaus arbeiten Direktbanken effizient und kostengünstig ohne Filialnetz und mit wenig Personal. Diese Kostenvorteile werden in der Regel an die Kunden durchgereicht, sodass die Angebote der Direktbanken denen der Hausbanken in der Regel überlegen sind.

Eine Direktbank definiert sich als ein rechtlich selbstständiges Kreditinstitut, welches die Kontakte zu den Kunden ausschließlich online und telefonisch pflegt. Die Neugewinnung von Kunden gelingt den Direktbanken durch ihre Produkte, die im Vergleich zu Bankprodukten von Filialbanken günstiger sind. Viele Bankkunden verzichten gern auf Beratung, wenn sie von einem Preisvorteil bei den Produkten profitieren können. Dabei ist es relativ egal, ob es sich um ein kostenloses Girokonto, einen sehr günstigen Ratenkredit oder eine kostenlose Kreditkarte mit Revolving Funktion handelt.

Zur Geschichte der Direktbanken

Den ersten Schritt in Richtung einer Direktbank machte die heutige Targobank (damals Citibank). Sie bot zuerst einen telefonischen Direktbankservice. Die erste reine Direktbank Deutschlands, die ausschließlich online agierte, war die Netbank mit Sitz in Hamburg. Das war 1998. Viele Banken folgten, viele Filialbanken gründeten Direktbanken als Unternehmenstöchter wie die Commerzbank mit comdirect oder die Frankfurter Sparkasse mit der 1822direkt. Während 1995 80 Prozent der Bevölkerung mit einer Direktbank nichts am Hut hatten, können Direktbanken heute fast 20 Millionen Kunden vorweisen.

Das Prinzip eine Hausbank und nichts weiter zu haben, gehört der Vergangenheit an. Verbraucher, die nicht ausschließlich auf eine Direktbank setzen, haben zumindest eine Direktbank als Zweitbankverbindung oder nutzen Produkte wie Ratenkredite und Tages- oder Festgeldanlagen der Direktbanken. Bei den Direktbanken sind zudem drei unterschiedliche Formen am Markt. Es gibt die primären Direktbanken, die ein vollständiges Produktangebot vorhalten und demzufolge auch alternativ als Hausbank geeignet sind. Dann gibt es die sogenannten Sekundärbanken, die sich auf ausgewählte Bankprodukte spezialisiert haben. Zu diesen Anbietern gehört zum Beispiel Money You. Hier können Kunden ausschließlich Tages- und Festgeldkonten führen. Andere Banken stellen Ratenkredite oder nur Autokredite bereit so wie zum Beispiel carcredit.de, eine Tochter der Santander Bank. Eine weitere Form von Direktbanken ist auf eine spezielle Zielgruppe fokussiert. Anbieter wie die DAB oder Cortal Consors sind auf Anleger spezialisiert und bieten kostenlose Wertpapierdepots für das Brokerage.

Vorteile der Direktbanken auf einen Blick

  • Direktbanken machen flexibel, weil sie jederzeit erreichbar sind
  • Direktbanken sind bequem, weil Kontakte von zuhause und unterwegs möglich sind
  • Direktbanken sparen Zeit und Geld
  • Direktbanken sind transparent
  • Direktbanken haben günstige Produkte

Einziger Nachteil der Direktbanken bleibt, dass Kunden auf persönliche Beratung verzichten müssen. Allerdings gibt es inzwischen viele Direktbanken, bei denen den Kunden über einen Chat die Möglichkeit gegeben wird, sich kostenlos zu Produkten beraten zu lassen.

Fazit

Der weitere Vormarsch der Direktbanken ist unaufhaltsam. Die genannten Vorteile, die Verbraucher haben, wenn sie Direktbankkunden sind, überzeugen täglich mehr Menschen. Bereits heute sind viele Verbraucher, die vor zehn Jahren überzeugte Kunden von Filialbanken waren, Kunden von Direktbanken geworden. Hier können sie kostenlos ihr Girokonto führen, günstig Kredit aufnehmen und günstig mit Wertpapieren handeln, wenn sie möchten. Es ist durchaus möglich, eine Direktbank als Hausbank zu haben.